Medikamente zur Behandlung der Atemwegserkrankungen

Die kombinierte Behandlung

mit der 8-fach Wirkung gegen Bronchialkrampf und Verschleimung

So sorgt ein praktisches Kombinationspräparat bei COB-Patienten für bessere Sauerstoffversorgung.

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Zur Heilung von Atemwegserkrankungen stehen dem Tierarzt wirksame Medikamente zur Verfügung: 

Schleimlöser

Schleimlöser (Sekretolytika) verflüssigen das zähe Bronchialsekret und erleichtern dessen Abtransport durch die Flimmerhärchen (Zilien) sowohl bei akuten als auch chronischen Atemwegserkrankungen. Das Sekretolytikum Sputolysin® erhöht außerdem die Konzentration von Antibiotika im Bronchialschleim und aktiviert die körpereigene Abwehr. Auch Pferde mit nur geringem oder nur zeitweilig auftretendem Nasenausfluss können unter zäher Verschleimung der Bronchien leiden.

So räumen die Sputies auf...

Bronchialkrampflöser

Bronchialkrampflöser (Bronchospasmolytika) bekämpfen die krampfartigen Verengungen (Spasmen) der Bronchialmuskulatur und verbessern dadurch die Sauerstoffversorgung für das Pferd. Der Ventileffekt im Übergangsbereich zu den Lungenbläschen (Alveolen) bildet sich zurück.
So werden diese vor einer Überblähung und der Zerstörung durch Einreißen geschützt. Zugleich haben Bronchospasmolytika eine allergiedämpfende Wirkung und hemmen auch die Entzündung.

Entzündungshemmer

Entzündungshemmer (Kortikoide, z.B. Prednisolon)

Warum sind Kortikoide nach wie vor ein unverzichtbarer Bestandteil der Atemwegstherapie? Kortikoide sind dem körpereigenen Hormon Kortison nachempfundene Medikamente mit starker entzündungshemmender, abschwellender und antiallergischer Wirkung. Ihre Anwendung ist deshalb vor allem für die Patienten mit entzündlichen und asthmaartigen Zuständen unverzichtbar, denen mit anderen Medikamenten nicht schnell oder gut genug geholfen werden kann. Das gilt vor allem für chronische Lungenerkrankungen. Nur durch eine gezielte Behandlung mit Kortikoiden, bei gleichzeitig optimierter Haltung und meist in Kombination mit anderen Medikamenten werden viele Patienten weitgehend symptomfrei. So können oft schwerwiegende, nicht mehr heilbare Schäden verhindert werden. 

… und wie ist die Verträglichkeit?
Bei kontrolliertem Einsatz von Kortikoiden und im Verhältnis zu ihrem therapeutischen Nutzen ist das Risiko von Nebenwirkungen sehr gering! Besonders gut verträglich, auch bei einer häufig notwendigen längeren Behandlung, ist die orale Gabe von Prednisolon.

Antibiotika

Antibiotika helfen gegen Bakterien. Gegen Viren haben sie keine Wirkung. Daher werden sie bei frischen, akuten Hustenerkrankungen in der Regel nicht eingesetzt, denn deren Verursacher sind zumeist Viren. Im Gefolge einer Viruserkrankung wird die geschädigte Schleimhaut der Atemwege jedoch bisweilen zusätzlich von Bakterien besiedelt (Sekundärinfektion). Dann kann die Anwendung von Antibiotika wichtig sein, ebenso bei fieberhafter Symptomverschlimmerung von Pferden mit chronischer Atemwegserkrankung.

Naturheilverfahren

Naturheilverfahren eignen sich in vielen Fällen gut zur ergänzenden Behandlung und Nachbehandlung von Hustenerkrankungen. Homöopathie, Kräuterheilkunde und andere Anwendungen ersetzen jedoch nicht die Gabe konventioneller Medikamente und die wichtigen Änderungen in der Haltung des Pferdes.

Inhalationen

Inhalationen ermöglichen es, wirksame Medikamente in Tröpfchenform veratmen zu lassen.
Die Voraussetzung dafür sind allerdings ausreichend kleine Tröpfchen (Durchmesser unter 5 µm), um die feinsten Verzweigungen der Atemwege tatsächlich zu erreichen. Größere Tröpfchen schlagen sich nämlich schon in den oberen Atemwegen nieder und können daher nur dort ihre Wirkung entfalten. Die konventionelle Dampfinhalation reicht also nicht aus; vielmehr ist man auf technische Geräte (Ultraschallvernebler) angewiesen. Mit diesen können zum Beispiel auch Salzlösungen aus Kochsalz oder Emser Salz zur Unterstützung einer medikamentösen Therapie inhaliert werden. Speziell für Pferde entwickelte und zugelassene Inhalationspräparate stehen derzeit leider nicht zur Verfügung.

Hyperinfusionstherapie

Hyperinfusionstherapie gilt als letztes Mittel zur Reinigung und Schleimlösung in der Lunge, wenn der Einsatz von Sekretolytika keinen ausreichenden Erfolg zeigt.
Dem Pferd werden unter tierärztlicher Kontrolle an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen viele Liter Flüssigkeit intravenös infundiert oder auch zum Teil über eine Sonde in den Magen eingegeben. Aufgrund der übergroßen Mengen wird dieses Wasser dann teilweise auch über die Schleimhäute der Atemwege wieder ausgeschieden. Dabei löst es zähe Schleimbeläge und aktiviert die Tätigkeit der Flimmerhärchen (Zilien). Man bezeichnet das Verfahren daher auch als „Lungenspülung“.