Behandlung von Akutem Husten bei Pferden

Sputolysin®für Pferde

Husten bei Pferden ist immer ein Fall für den Tierarzt!


Die Heilung von akutem, virusbedingtem Husten wird durch folgende tierärztliche Therapie beschleunigt:

  • Lösung und Abtransport des zähen Schleimes 
  • Entkrampfung der Bronchien 
  • Entzündungshemmung 
  • Stimulation und Unterstützung der körpereigenen Abwehr

Ziel der Behandlung ist es, die Atmung zu normalisieren und chronische oder unheilbare Spätfolgen zu verhindern. Bei akuten Hustenerkrankungen werden vor allem schleimlösende Mittel (Sekretolytika) benötigt.


Einsatz von Sputolysin® als Hustenmedikament bei Pferden


Bei krampfbedingten Verengungen der Bronchien (Bronchospasmen) sind Medikamente erforderlich, die diese Verengungen lösen (Bronchospasmolytika). Sputolysin® wird bei Hustenerkrankungen mit großem Erfolg als Schleimlöser eingesetzt.

Da die für Atemwegserkrankungen relevanten Viren bei Pferden nicht ursächlich bekämpft werden können, verwendet der Tierarzt zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr sogenannte Immunstimulantien. Der Einsatz von Antibiotika ist bei akuten Hustenerkrankungen daher nicht erforderlich, sofern diese nur durch Viren verursacht werden.
Sind auch Bakterien am Krankheitsgeschehen beteiligt oder treten Sekundärinfektionen auf, kann die Verwendung von Antibiotika jedoch erforderlich sein. Auch hier empfiehlt sich die Kombination mit Sputolysin®, da dessen Wirkstoff die Konzentration des Antibiotikums im Bronchialschleim erhöht.


einsatzgebiete von sputolysin®

  • Verschleimungen der oberen und tiefen Atemwege 
  • Akute, subakute und chronische Bronchitis
    In schwereren Fällen oder wenn Sputolysin® nicht innerhalb einer Woche zum gewünschten Erfolg führt, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt zu Rate ziehen! 

Wirkweise von sputolysin® - 4-fach aktiv!

  • Sputolysin® löst zähen festsitzenden Schleim. 
  • Sputolysin® erhöht bei Behandlung mit Antibiotika deren Konzentration dort, wo sie gebraucht werden - in der Lunge
  • Sputolysin® stimuliert die Produktion des wichtigen Schutzfilms "Surfactant" ganz tief in der Lunge - in den Bronchiolen und Alveolen.
  • Sputolysin® erhöht die körpereigene Abwehr, indem vermehrt Abwehrstoffe (Immunglobuline) mit dem Schleim in die Bronchien ausgeschieden werden.

zusammensetzung von SPUTOLYSIN®

1 g Pulver enthält: arzneilich wirksamer Bestandteil: Dembrexinhydrochlorid 5,0 mg.

anwendung von SPUTOLYSIN® 

Sputolysin® wird über das Futter verabreicht. Sie sollten die Behandlung bis zum Abklingen der auf Sekretionsstörungen (Verschleimungen) hinweisenden Symptome (Lungengeräusche, Husten, Nasenausfluss) konsequent fortführen. In den meisten Fällen ist eine schleimlösende Behandlung über mindestens 14 Tage erforderlich.

Gegenanzeigen:
Lungenödem, beginnendes Lungenödem, gestörte Bronchomotorik, eingeschränkte Nieren- und/oder Leberfunktion.

Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Verabreichung Husten-dämpfender Arzneimittel kann es zu einem Sekretstau in den Bronchien kommen.

Darreichungsform und Packungsgröße
Sputolysin® ist ein Pulver, das wir Ihnen in zwei Packungsgrößen anbieten. Die 420 g-Dose deckt bei einem 500 kg schweren Pferd eine Behandlungsdauer von 7 Tagen ab, die 840 g-Dose reicht für 14 Tage Behandlung.

Dosierung
Erwachsene Pferde (500 kg) erhalten 2 x täglich 30 g Pulver; das entspricht 2x täglich 6 gestrichene Messlöffel. Geben Sie das Pulver einfach über das Futter. Bei Ponies und Fohlen ist die Dosierung dem Gewicht entsprechend anzupassen. Ohne tierärztlichen Rat sollte Sputolysin® nicht länger als 5 Tage verabreicht werden.

Wartezeit
Essbares Gewebe: 3 Tage. Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist. Apothekenpflichtig.


Pferd

Wichtig: Die Pferde sind unbedingt bis zur völligen Ausheilung zu schonen!
Diese nimmt mindestens zwei bis drei Wochen in Anspruch. Eine zu frühe Belastung des vermeintlich wieder gesunden Pferdes kann dauerhafte Folgeschäden hervorrufen. Der Tierarzt entscheidet, wann das Pferd wieder einsetzbar ist!


Haltungsmängel verhindern Heilung


Bei einigen Patienten mit akutem Husten ermöglicht die entzündete Schleimhaut der Atemwege einen besonders engen Kontakt normaler Inhaltsstoffe der Atemluft mit bestimmten Abwehrzellen des Körpers. Diese Stoffe werden als Allergene missverstanden, und jeder weitere Kontakt mit ihnen führt in der Folge zu einem erneuten Auftreten von Hustensymptomen – obwohl die ursächliche Virusinfektion bereits überstanden ist.

Die Mehrzahl aller chronischen Hustenerkrankungen entsteht auf diese Weise. Die häufigsten Allergene sind die Vermehrungsformen (Sporen) von Pilzen, die vor allem im Heu- und Strohstaub enthalten sind. Es kann sich aber auch eine unspezifische Überempfindlichkeit gegen eingeatmete Teilchen jeder Art entwickeln.

Zur Verhinderung der gefährlichen Allergisierung muss, neben der richtigen medikamentösen Behandlung, die Atemluft des Pferdes optimiert werden. Hustenkranke Pferde dürfen nicht in geschlossenen Ställen gehalten werden. Im Gegenteil: Sie brauchen ganztägig frische Luft durch geöffnete Halbtüren oder die Haltung in einer nach vorn offenen Box. Fiebernde Patienten werden eingedeckt.

Ideal ist es, Heustaub während der ersten 14 Tage einer Hustenerkrankung durch Nassfütterung zu verhindern. Das Heu sollte vor der Verabreichung 15 Minuten völlig von Wasser bedeckt sein. Damit ist der gefährliche Staub gebunden und kann nicht in die Atemwege gelangen.

Wird die akute Hustenerkrankung nicht innerhalb von zwei bis drei Wochen zur Abheilung gebracht, kann sie in eine chronische Erkrankung übergehen.